Nahrungsmittelallergie

Nahrungsmittelallergie

Theoretisch kann man gegen jeden Stoff sowie Nahrungsmittel allergisch reagieren.
Die häufigsten Nahrungsmittelallergien:

Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien


Histamingehalt von Nahrungsmitteln


<>Auswahl aus den wichtigsten histaminhaltigen Nahrungsmitteln
Fisch1. Thunfisch< 0,1-13.000 mg/kg
2. Sardine110-1.500 mg/kg
3. Sardellen176 mg/kg
Käse (Auswahl)1. Emmentaler< 0,1-555 mg/kg
2. Harzer Käse (Quargel)390 mg/kg
3. Gouda holländisch29,5-180 mg/kg
4. Stilton englisch (Gorgonzola)158 mg/kg
5. Tilsiter50-60 mg/kg
6. Camembert35-55 mg/kg
7. Cheddar 34 mg/kg
Wurst(Auswahl) 1. Osso Collo< 0,1-318 mg/kg
2. Salami< 0,1-279 mg/kg
3. Westfälische Schinken38-159 mg/kg
Gemüse1. Sauerkraut6-200 mg/kg
2. Spinat 38 mg/kg
3. Tomaten (Ketchup) 22 mg/kg
Essig1. Rotweinessig4.000 µg/l
Getränke1. Rotwein60-3.800 µg/l
2. Champagner/Sekt670/15-78 µg/l
3. Dessertwein80-400 µg/l
4. Bier21-305 µg/l
5. Weißwein 3-120 µg/l

Allergie

 

Allergien

Bei Heuschnupfen und anderen Allergien reagiert das Immunsystem unangemessen intensiv auf einen eigentlich harmlosen Reiz. Eine natürliche Darmsanierung in Verbindung mit einer sinnvollen Einstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten können einer Allergie effektiv und dauerhaft entgegenwirken.

Allergie ist eine Reakiton des Immunsystems

Unser Immunsystem ist für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem in unangemessener Weise auf bestimmte Substanzen. Diese Substanzen sind eigentlich keine Krankheitserreger, werden aber vom Immunsystem als solche eingestuft und lösen folgedessen eine allergische Reaktion aus. Diese Substanzen werden auch Allergene genannt.

Symptome einer Allergie

Eine Allergie äußert sich in unterschiedlichen Symptomen und machen sich zum Beispiel durch
  • eine laufende Nase bei Heuschnupfen
  • tränende und juckende Augen bei einer Bindehautentzündung
  • einen juckenden Hautausschlag bei einer Hautallergie und bei Nesselsucht
  • Asthmaanfälle oder seltener auch durch
  • Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen, Durchfall, Blähungen und Magenschmerzen bemerkbar.

Allergie verursacht auch Hautausschlag

Dieselbe Substanz kann bei einer Person einen Hautausschlag hervorrufen und bei einer anderen zu Asthma führen, während eine dritte Person überhaupt keine allergischen Reaktionen auf diese Substanz zeigt.

Histamin

Unmittelbar nach dem Kontakt mit Allergenen aktiviert das Immunsystem die entsprechenden Antikörper. Diese Antikörper sind Eiweißstoffe, welche von bestimmten Immunzellen hergestellt werden und zur Bekämpfung des Fremdkörpers dienen. Es entsteht eine Immunreaktion, indem die Antikörper an die Allergene andocken und den Körper veranlassen, Histamin auszuschütten. Dieses Histamin löst dann die allergische Reaktion aus.
Nach einer solchen Immunreaktion "merkt" sich der Körper die betreffende Substanz und reagiert beim nächsten Kontakt mit ihr innerhalb von Sekunden mit einer Allergie.

Allergie auslösende Stoffe

Die Stoffe, die am häufigsten eine Allergie auslösen sind:
  • Blütenpollen
  • Tierhaare
  • Hausstaubmilben
  • Schimmelpilze
  • Insektengifte
  • Kosmetika
  • Medikamente, z.B. Penicillin
  • Lebensmittelzusätze, z.B. Konservierungsstoffe
  • Chemikalien, z.B. Färbemittel
  • Metalle, z.B. Nickel, Chrom, Amalgam

Bei einer Allergie ist die Darmfunktion beeinträchtigt

Da das im Darm befindliche Immunsystem vieler Menschen bereits sehr geschwächt ist, kann mittlerweile beinahe jede Substanz eine allergische Reaktion verursachen. Dieses Defizit unseres Abwehrsystems ist unter anderem auch die Folge einer falschen Ernährung. Durch die schädliche Nahrung, die wir in den Supermärkten erhalten, werden die Darmwände jeden Tag hohen Belastungen und einer Vielzahl von Schadstoffen ausgesetzt. Das beeinträchtigt die Darmfunktionen auf Dauer erheblich.
Inzwischen ist jedem bekannt, dass 80% des Immunsystems im Darm verankert sind. Wenn ein Darm verklebt und verschmutzt ist, muss das Immunsystem permanent gegen dieses Verschmutzungen angehen. Auf Dauer führt diese Belastung zu Überreaktionen des Immunsystems - und somit zu Allergien.
Um Allergien sinnvoll entgegen zu wirken, stellt die Sanierung des Darmes sowie die Zufuhr von natürlichen, organischen Mineralstoffen eine wirklich sinnvolle, unterstützende Maßname dar.

Was ist Cellulite?

Was ist Cellulite?

Ihre Oberschenkel, Ihr Bauch oder auch Ihr Po weisen nicht mehr die Festigkeit auf, die Sie sich wünschen? Sie möchten Ihre Orangenhaut beseitigen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Silhouette sichtbar festigen und straffen können.

Cellulite ist eine Ansammlung von Stoffwechselschlacken im Bindegewebe. Als Stoffwechselschlacken bezeichnet man all das, was der Körper nicht mehr verarbeiten und ausscheiden kann - den so genannten Körpermüll. Dazu gehören Medikamentenrückstände, Zahngifte, andere Toxine, Umweltgifte im Allgemeinen, aber auch Lebensmittel, die dem Körper in einem Übermaß zugemutet werden. In diesem Zusammenhang sind in erster Linie die tierischen Eiweiße (dazu gehören Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte.) sowie der Zucker (insbesondere der raffinierte, weißer Zucker) zu nennen. Diese Stoffwechselschlacken sorgen zum einen für eine Übersäuerung des Körpers und zum anderen für die unschönen Dellen, die sich hauptsächlich am Po, an den Oberschenkeln und an den Oberarmen ausbreiten.

Das Bindegewebe - unser Nährstoffdepot

Das Bindegewebe dient dem Körper normalerweise als Nährstoffdepot. Sind genügend Nährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) eingelagert, ist das Bindegewebe fest und elastisch.
Aufgrund der permanent anfallenden Stoffwechselschlacken (siehe oben), beginnt das Bindegewebe irgendwann förmlich zu verstopfen. Die Folge hieraus ist die sichtbare Veränderung des Bindegewebes und somit die Entstehung der Cellulite.

Die Entstehung der Cellulite

Um der Verschlackung, und der damit einhergehenden Übersäuerung des Körpers entgegenwirken zu können, benötigt der Organismus Mineralstoffe (Basen) zur Neutralisation der anfallenden Säuren.
Da das Bindegewebe ein Mineralstoffdepot ist, werden dort als Erstes die Mineralstoffe zur Säureneutralisation entnommen. Auf diese Weise wird das Bindegewebe entmineralisiert. Anstelle der Mineralstoffe werden dort die neutralisierten Schlacken eingelagert. Dadurch wird aus dem einstigen Nährstoffdepot eine wahre Mülldeponie. Das ehemals feste Bindegewebe bekommt eine weiche Struktur und es bilden sich Dellen, die auch Orangenhaut oder Cellulite genannt werden.

Die Folgen der Cellulite für den Körper

Mit der Entwicklung der Cellulite macht der Körper auf die Übersäuerung bei gleichzeitiger Entmineralisierung des Bindegewebes aufmerksam. Durch diese Entmineralisierung wird auch die Grundregulation des Bindegewebes (Nährstoffe aufnehmen und Schadstoffe abgeben) erheblich beeinträchtigt. Das wiederum hat zur Folge, dass der gesamte Organismus mit der Zeit verschlackt und ein eklatantes Nährstoffdefizit aufweist. Dieses Defizit kann - neben der Cellulite - zu den unterschiedlichsten Your text to link...Gesundheitsstörungen führen.
Die Cellulite ist daher nur für die betroffene Person das eigentliche Problem; nicht aber für ihren Körper. Für ihn ist die Übersäuerung des Bindegewebes mit all ihren möglichen Folgen viel dramatischer.

Das erfolgreiche Konzept zur Beseitigung der Cellulite

Die beschriebenen Zusammenhänge verdeutlichen, dass der Cellulite ursächlich eine Übersäuerung des Körpers vorausgeht. Dadurch wird nachvollziehbar, dass das Cellulite-Problem über ausschließlich äußere Maßnahmen nicht zu lösen ist. Zur dauerhaften Umkehr der Cellulite muss vielmehr die Grundregulation des Bindegewebes wieder hergestellt werden. Dazu sind verschiedene Maßnahmen erforderlich:

Ernährung

  • Nehmen Sie so wenig säurebildende Lebensmittel (Alkohol, Kaffee, Cola, andere süße Getränke, tierisches Eiweiß, Weißmehl, weißer Zucker etc.) wie möglich zu sich.
    Erhöhen Sie den Anteil basenbildender Lebensmittel (Obst, Gemüse, Salate, Sprossen)
  • Trinken Sie täglich 2,5 bis 3 Liter stilles Wasser - unabhängig von allen anderen Getränken. Der Körper benötigt diese Menge an reinem Wasser, um die zugeführten Nährstoffe zu transportieren und die gelösten Schadstoffe schnellstmöglich aus dem Körper zu schwemmen.
  • Gleichen Sie das vorhandene Mineralstoffdefizit durch die Zufuhr konzentrierter, organischer Mineralstoffe (diese sind für den Körper optimal verwertbar) aus. Hier ist die Sango Meeres Koralle das Mittel der Wahl. Die enthaltenen Mineralstoffe binden die eingelagerten Stoffwechselschlacken und schwemmen sie aus. Gleichzeitig findet eine Remineralisierung des Bindegewebes statt.
  • Die Übersäuerung des Körpers kann auch zu einer Einlagerung von Wasser führen. Das zeigt sich in unterschiedlichen Symptomen, wie beispielsweise in geschwollenen Fingern und/oder Augen, in Beinen die beim Ausziehen der Strümpfe einen roten Striemen aufweisen, in schweren Beinen, einem ständigen Gefühl von Müdigkeit oder Lustlosigkeit etc. Wenn Sie von einem dieser Beschwerden betroffen sind ist es an der Zeit, Ihrem Körper zu helfen. Entwässern Sie ihn mit Hilfe komplexer, synergetisch wirkender Kräuter, die den Abtransport von wasserlöslichen Stoffwechsel-Abfallprodukten über die Nieren ermöglichen.

Entsäuerung

  • Basenbäder stellen eine optimale Unterstützung des Körpers bei seiner Entsäuerung dar. Durch pH-Werte bis 8,5 im Badewasser wird das Kanalsystem der Haut geöffnet und dazu angeregt, überschüssige Säuren und Schadstoffe über die Talgdrüsen auszuleiten.
    Ein basisches Vollbad sollte idealerweise zweimal wöchentlich genossen werden.
    Unser Körper kann auch hervorragend über die Füsse entsäuern. Daher empfehlen wir, an den "Vollbad freien" Tagen möglichst täglich ein basisches Fussbad zu machen.

Massage

  • Massieren Sie die betroffenen Stellen 2 x täglich mit dem prickelnden Mousse fisio line. Die revolutionäre Wirkung dieses Produktes basiert auf der optimalen Kombination einzelner Pflanzen und Kräuter in Verbindung mit einer vollkommen neuartigen Technologie (crackle technologie). Der besondere Effekt dieser Massage wird durch die starke Aktivierung der Durchblutung - und der damit einhergehenden Aktivierung des Stoffwechsels erreicht.

Bewegung

  • Bewegen Sie sich täglich ca 20 Minuten lang - möglichst an frischer Luft. Das aktiviert den Stoffwechsel ebenfalls und sorgt für eine schnellere Ausschwemmung der eingelagerten Schlacken. Zudem wird die Sauerstoffzufuhr im Körper erhöht und die Lymphtätigkeit angeregt.

Diese Maßnahmen führen dazu, dass die Ursache der Cellulite angegangen und das Problem mit der Orangenhaut behoben wird. Auf diese Weise ist die Umkehr des erschlafften Bindegewebes - und somit die Beseitigung der Cellulite möglich. Der Körper wird in seiner Entschlackung derart optimal unterstützt, dass das Bindegewebe schon bald wieder seine zuvor vorhandene Festigkeit - und somit optische Schönheit - aufweisen kann.

Schlankwerden beginnt im Kopf

Wie schwer es ist, allein durch Willensanstrengung schlank zu werden und zu bleiben, wissen alle, die sich bereits mit Kalorienzählen und "Wunderdiäten" abgeplagt haben. Oft verschlimmert gerade das Bewußtsein, eine Diät einhalten zu müssen, die Eßprobleme noch. Wichtig ist es daher, sich auch mental auf das Abnehmen einzustellen. Die Autorin hat dazu für Übergewichtige ein spezielles Programm mit dem Namen "Easy Weight" entwickelt. Neben der Bearbeitung der seelischen Ursachen wird dabei über die eigene Vorstellungskraft das Schlankwerden eingeübt.

eingeübt.
Natürliche Regelvorgänge oft gestört
Bei einem normalgewichtigen Menschen, der von sich sagt, er habe keine Probleme mit seinem Körpergewicht, werden Empfindungen wie Hunger- und Sättigungsgefühl vom Körper selbst optimal gesteuert. Appetit, Hunger und Sättigung sind unbewußte, das heißt vegetative Funktionen des Körpers, wie etwa auch das Atmen und der Herzschlag. Nun soll derjenige, der eine Diät zum Abnehmen einhält, nicht dann mit dem Essen aufhören, wenn er satt ist, sondern sobald eine bestimmte Kalorienzahl erreicht wurde. Solche Versuche bringen aber meist auch den letzten Rest von natürlich gesteuerter Hunger- und Sättigungsempfindung durcheinander. Es handelt sich hier um ein Dilemma, das ein Sprichwort treffend wiedergibt: Frage nie einen Tausendfüßler, wie er es eigentlich schafft, seine vielen Füße zu einem wohlgeformten Bewegungsablauf zu koordinieren, sonst stolpert er auf der Stelle! Genauso reagiert die komplizierte und fein abgestimmte Einheit von Körper und Seele des Menschen "verstimmt", wenn der Verstand in die Menge der Nahrungsaufnahme eingreift und den inneren, vegetativen Plan mißachtet.
Viele Betroffene bestätigen, daß sie erst nach ihren Abnehmversuchen durch die rigorose Einschränkung der Nahrung regelrechte Freßanfälle bekamen. Daher ist es sehr problematisch, wenn Personen, die abnehmen möchten, ständig bewußt versuchen, ihre Nahrung zu reduzieren, Diät zu halten und Kalorien zu zählen. Unser Unbewußtes ist in erster Linie dazu da, unser Bewußtsein zu entlasten, damit wir uns gezielt auf wesentliche Inhalte beschränken können. Wir würden völlig handlungsunfähig werden, wenn wir ständig bewußt und bis ins Detail über all das nachdenken würden, was wir tagtäglich selbstverständlich und automatisch tun. Deshalb sollte es sich jeder Übergewichtige zum Ziel setzen, nicht nur sein Körpergewicht zu verringern, sondern vor allem - und das ist sehr wichtig - seine innere Wahrnehmung so zu verändern, da das neue Gewicht ohne krampfhafte Kontrolle und ständiges Kalorienzählen - also unbewußt gesteuert - erhalten bleibt. Das läßt sich nur mit einem psychologischen Ansatz verwirklichen.
Das Gehirn neu programmieren
In der Steinzeit haben die Menschen körperlich schwer gearbeitet. Der geschätzte Energiebedarf lag bei 3000 Kilokalorien. Heute hingegen üben viele Menschen eine leichte körperliche Tätigkeit aus. Der Energiebedarf ist zurückgegangen, es werden aber immer noch wie früher zwischen 2900 und 3800 Kilokalorien aufgenommen. Vielleicht ist dies ein Beleg dafür, daß der Mensch sein Ernährungsverhalten in einer Gesellschaft mit Nahrungsmittelüberflu und leichter körperlicher Arbeit erst neu überdenken und erlernen muß. Das Gehirn, das Organ welches den Körper steuert, muß daher neue Programme für den "zivilisierten" Körper entwickeln. Im Gehirn ist die Tendenz zum Übergewicht oder aber Schlanksein mit all den dazugehörigen "Programmen" angelegt: die Art, sich zu bewegen, das Maß wie sehr oder wie wenig man ans Essen denkt und das "Senden" entsprechender Hunger- oder Sättigungsgefühle. Das Easy-Weight-Programm hilft dem Übergewichtigen, sein Gehirn - einfach ausgedrückt - "auf schlank" zu trainieren. Es dauert etwa ein halbes bis ganzes Jahr, bevor es anfängt, automatisch und im Bereich des Unbewußten die Impulse zu senden, die das Verhalten eines Schlanken bestimmen: sich bewegen wie ein Schlanker, denken und handeln wie ein Schlanker.
Auch das Phantomfett muß weg
Das Gehirn ist ebenfalls dafür verantwortlich, daß der Übergewichtige sich auch nach erfolgreichem Abnehmen häufig weiterhin wie ein "verkappter Dicker" fühlt und überhaupt nicht wie ein tatsächlich schlanker Mensch. Das kommt daher, da das Gehirn noch immer die Signale des früheren Körpergefühls aussendet. Man kann dieses im weitesten Sinne vergleichen mit dem Phänomen des Phantomschmerzes: Viele Menschen, die durch einen Unfall oder durch eine Operation einen Arm oder ein Bein verloren haben, nehmen noch Schmerzen im Bereich dieses Körperteils wahr, obwohl es physisch gar nicht mehr vorhanden ist. Auch hier schickt das Gehirn weiterhin das Gefühl einer körperlichen Empfindung, für die gar kein realer Anlaß mehr existiert. Deshalb kann die Erfahrung des "innerlichen Dickseins" auch als "Phantomfett" bezeichnet werden. Das Gehirn arbeitet in diesem Fall nach einer Diät so lange, bis aus dem Phantomfett wieder reales Fett geworden ist. Man kann diesen Prozeß jedoch genausogut umkehren und dem Gehirn das Schlanksein beibringen wie eine Fremdsprache oder das Einmaleins. Der noch Übergewichtige lernt, in sich ein neues Körpergefühl - ein "Phantom-Schlanksein" - zu erzeugen. Der Wandel der inneren Einstellung macht sich dann nach einiger Zeit in einer sichtbaren körperlichen Veränderung bemerkbar: Aus dem "Phantom-Schlanken" wird ein "Real-Schlanker".
So bringt es auch meist keinen Erfolg, wenn man - etwa durch eine Verhaltenstherapie - versucht, sich ein verändertes Eßverhalten anzutrainieren oder sich gar für verlorene Pfunde zu belohnen und für neu zugenommene zu bestrafen. Dies alles sind Versuche, gegen die naturgegebenen Impulse des Gehirns den Kampf aufzunehmen. Wesentlich ist dagegen, da man das Schlanksein in der eigenen Vorstellung einübt. Das "schlanke Verhalten", wie zum Beispiel einen verminderten Appetit, bewirkt das Gehirn dann von alleine.
Sich schlank denken
Im Hinblick auf unseren Körper und seine Funktionen hat die Natur es so eingerichtet, da alles automatisch funktionieren kann. Daher sind wir auch auf ein möglichst langfristig verbindliches Programm für unseren Körper angewiesen, das in sich ausgewogen und von allein in unserem Unterbewußtsein ablaufen kann. Kein Programm ist in sich stabil, wenn es tagtäglich geändert wird. Auch deshalb dauert es stets etwas länger, bis in unserem unbewußten Körperbild von uns selbst eine Veränderung registriert und neu aufgenommen wird. Selbst bei vollem Einsatz des Bewußtseins vollzieht sich die innere Wahrnehmung langsamer als die körperliche Realität. Es ist immer wieder verblüffend, wie intensiv Menschen, die sichtbar abgenommen haben, sich weiterhin als dick empfinden können. Das Gefühl des Dickseins ist noch so lebendig, daß es das entsprechende Verhalten, wie zuviel essen, fast zwangsläufig nach sich zieht. Der Teufelskreis ist geschlossen. Es ist aber auch gerade die Fähigkeit der nicht-realen Körperempfindung, mit deren Hilfe der Übergewichtige aus seinem Teufelskreis wieder herauskommen kann. Denn was in der einen Richtung möglich ist - das Gehirn suggeriert einem schlanken Menschen, er sei in Wirklichkeit noch dick -, funktioniert auch andersherum: Man kann dem Gehirn eines übergewichtigen Menschen die Wahrnehmung suggerieren, daß der Körper schlank ist, obwohl er tatsächlich noch dick ist. Das Gehirn gewöhnt sich durch entsprechendes Training immer mehr an die nicht-reale Körperempfindung des Schlankseins. Es beginnt schließlich, Hunger- und Sättigungssignale zu senden, die dem gewünschten Gewicht entsprechen, und so fängt der Übergewichtige tatsächlich an, abzunehmen, bis das Wunschgewicht erreicht ist.
Positive Anweisungen
So einfach ist das also? Ja, so einfach ist das. Es haben nur noch nicht genügend Menschen darüber nachgedacht. Wir denken zuviel daran, was alles nicht sein soll. Man will nicht länger dick sein. Übergewicht ist ungesund, man will nicht zuviel essen. Dann kommen die Überlegungen nach dem Warum. Welche Ursachen stecken hinter dem Dicksein? Liegt es am zu üppigen Nahrungsangebot, oder stecken Depressionen dahinter? All solche Überlegungen können ein Problem beschreiben und erklären, jedoch wird nicht genauso intensiv darüber nachgedacht, was dann anstatt des Problems da sein soll. Es gibt kaum wissenschaftliche Forschungen, die sich mit den Ursachen des Schlankseins beschäftigen. Und gerade davon könnten Menschen, die an Übergewicht leiden, enorm profitieren. Technisch ausgedrückt: Das Gehirn beschäftigt sich fast nur mit dem, was nicht sein darf, es bekommt jedoch keine detaillierten Instruktionen für das, was in ihm vorgehen soll, für das, was erwünscht ist. Solche konstruktiven Anweisungen sind aber mit eine der wichtigsten Voraussetzungen auch für die Bewältigung von Gewichtsproblemen.
Eßgelüste wegdenken
Eines der größten Probleme beim Dicksein und Abnehmenwollen ist, daß die Betroffenen fast ständig ans Essen denken müssen. Gerade auch während einer Diät entstehen oft regelrechte Eßphantasien. Während die Leute vor ihren Salattellern sitzen, träumen sie von Pizza, Torten, Schokolade, Sonntagsbraten und Eiscreme. Diese Vorstellungen werden umso intensiver, je mehr man versucht, nicht ans Essen zu denken. Dabei nützt das Wissen überhaupt nichts, daß all diese Lieblingsspeisen mehr oder weniger ungesund sind und enorm viele Kalorien haben. Alle Informationen und Selbstermahnungen bleiben wirkungslos und verblassen völlig neben den prächtigen Essensbildern, die einem die hungrige Phantasie vorgaukelt. Dabei kann jeder Mensch durchaus die Fähigkeit erlernen, die Eßgelüste erfolgreich "wegzudenken".
Unsere Sprache beinhaltet sehr viele innere Bilder, die wir mit uns herumtragen. Daß man "sich ein Bild macht" von einem Menschen, oder daß man "alles grau in grau sehen" kann, davon spricht man ebenso wie, daß man "eine Möglichkeit sieht" oder daß man "sich nur verschwommen erinnern kann". Man hat nun herausgefunden, daß man diese sprachlichen Ausdrücke wortwörtlich auffassen kann. Die inneren Bilder, die wir uns zu bestimmten Dingen machen, repräsentieren in ihrer Qualität unsere Einstellung in Stimmung und Gefühl ebendiesen Dingen gegenüber. Wir Menschen haben aber auch die Fähigkeit, aktiv auf die Qualität unserer inneren Bilder einzuwirken, das heit, sie zu verändern. So ist hiermit eine zusätzliche wirkungsvolle Möglichkeit geschaffen, psychische Veränderungsprozesse in die Wege zu leiten. Schon die aktive Veränderung der inneren Bilder hat einen Einfluß auf die entsprechende Einstellung, auf Stimmung und Gefühl den Dingen gegenüber. Man kann nun seinem Gehirn klare Instruktionen für die Qualität des inneren Bildes geben, wie zum Beispiel: hell einstellen, Farbe reindrehen, schärfere Konturen, gröerer oder kleinerer Abstand. Dies kann man so lange fortsetzen, bis die Ansicht der inneren Bilder ein angenehmes Gefühl in einem erzeugt.
Die eigene Wahrnehmung steuern
Eine zweite wichtige menschliche Fähigkeit ist die assoziierte und dissoziierte Wahrnehmung. Jeder Mensch weiß - sei es bewußt oder unbewußt -, wie er in seiner Erscheinung, also von außen, aussieht. Das weiß man vom Spiegelbild, von Fotos, und das entnimmt man auch den Aussagen seiner Mitmenschen und der Wirkung, die man auf andere ausübt. Während man sich in seiner Vorstellung von außen sieht, hat man eine dissoziierte Wahrnehmung der eigenen Person. Man kann aber auch "in sich hineinschlüpfen" und einen Blickwinkel aus der eigenen Person heraus annehmen, also an sich selbst heruntersehen - man ist sozusagen seine "eigene Kamera". Wenn man in der Wahrnehmung "in sich drin ist", hat man eine assoziierte Wahrnehmung der eigenen Person.
Eßphantasien beeinflussen
Assoziierte und dissoziierte Wahrnehmung haben nicht nur unterschiedlichen Einfluß auf die bildliche Perspektive unserer inneren Bilder, sie wirken sich auch ganz unterschiedlich auf unsere Gefühle aus. Wenn ich als Betrachter Dinge aus mir selbst heraus assoziiert betrachte, erlebe ich besonders intensiv Gefühle und körperliche Reaktionen, die diese Dinge in mir auslösen. Dies gilt sowohl für innere, in der Vorstellung erzeugte als auch für materielle, von auen präsentierte Bilder (zum Beispiel Fotos, Filme). Dieses Phänomen ist gerade bei Eßphantasien von großer Bedeutung. Alle befragten Übergewichtigen, die gerne essen und viel an das Essen denken, antworteten, daß sie sich Eßwaren stets assoziiert vorstellen, also in Großaufnahme direkt vor der Nase. Menschen mit Eßphantasien erleben reale körperliche Empfindungen wie Appetit, Hunger, die Produktion von Verdauungssäften und nehmen außerdem auch Geruch und Geschmack der innerlich vorgestellten Speise intensiv wahr. Gegen diese nur allzu lebendigen Wahrnehmungen mit schierer Willenskraft ankämpfen zu wollen, ist nahezu sinnlos. Aber genau das ist es, was Menschen, die abnehmen wollen, den ganzen Tag lang versuchen. Aber genausowenig wie der Qualität sind wir der Perspektive unserer inneren Bilder hilflos ausgeliefert. Wir können ganz im Gegenteil aktiv Einfluß darauf nehmen, ob wir Eßwaren innerlich dissoziiert oder assoziiert wahrnehmen, ob wir also die geliebten Leckereien ständig vor unserer Nase herumtragen oder als unbedeutende Kleinigkeit in der Ferne verschwinden sehen. Denn es hilft nichts, gegen die Gefühle ziellos anzukämpfen, die innere Bilder zum Thema Essen erzeugen. Was hilft, ist einzig und allein ein optimales Training, wie ans Essen gedacht wird, ohne gleich einen Freßanfall zu bekommen. Es müssen also die innere Bildqualität ebenso wie die innere Bildperspektive, die die Einstellung in Stimmung und Gefühl dem Essen gegenüber repräsentieren, dem Abnehm-Wunsch entsprechend verändert werden.
In den schlanken Körper schlüpfen
Jeder Übergewichtige trägt in der Vorstellung von seinem Äußeren zwei Wahrnehmungen mit sich herum: einmal die, wie er jetzt aussieht (nämlich dick), und dann die, wie er einmal aussehen möchte (nämlich schlank). Dabei ist es meistens so, daß der Übergewichtige seinen dicken Körper in der Vorstellung fast immer assoziiert wahrnimmt, das heißt, er steckt in ihm drin, und er sieht seinen schlanken Körper von außen - gewissermaßen als Beobachter. Er steht demnach also auch mit seinen Körpergefühlen dem Dicksein näher als dem Schlanksein. Und wo ein Dicksein-Gefühl ist, ist ein Dicksein-Verhalten (wozu vor allem auch das Everhalten zählt) nicht weit entfernt. Hier ist also ganz einfach folgendes zu trainieren: Der Übergewichtige muß lernen, seinen dicken Körper von außen zu sehen, sich dagegen seinen erwünschten schlanken Körper in allen Farben und Einzelheiten auszumalen und sich in der inneren Wahrnehmung mit seinem schlanken Körper und seinem Wunschgewicht zu assoziieren. Er muß also in den schlanken Körper "hineinschlüpfen" und anfangen, die Welt mit den Augen eines schlanken Menschen zu betrachten. So wird er in Kontakt mit dem Schlanksein-Gefühl kommen, und schafft sich damit alle Voraussetzungen für ein entsprechendes Schlanksein-Verhalten.

Übung vor dem Spiegel: 1. Setzen oder legen Sie sich bequem hin, schließen Sie die Augen. Gehen Sie jetzt die nächsten Schritte in Ihrer Phantasie durch.
2. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Ihr Wunschgewicht. Mit der entsprechenden Figur stehen Sie im Bikini, in der Badehose oder nackt - wie Sie sich am liebsten sehen - vor einem großen Spiegel, der Ihren schlanken Körper als Ganzes abbildet.
3. Nehmen Sie sich - wie beim Fernsehen - Zeit, das "Bild einzustellen": Sie machen es farbig, leuchten es gut aus und machen die Konturen deutlich sichtbar.
4. Drehen und wenden Sie sich vor dem Spiegel, um sich von allen Seiten betrachten zu können.
5. Fangen Sie an, sich in allen Einzelheiten wahrzunehmen und zu erfühlen: Mein Gesicht: Wie sieht es genau aus, wenn ich schlank bin, wie wirken Augenpartie, die Wangen, das Kinn? Der Hals: Wie sieht er genau aus? Wie fühlt er sich an? Verfahren Sie weiter in der Reihenfolge: Schultern, Oberarme, Unterarme, Hände, Oberkörper, Taille, Hüften, Po, Bauch, Oberschenkel, Unterschenkel und Füße.
6. Nehmen Sie erneut intensiv mit allen Ihren Sinnen wahr: Wie sehe ich aus, wenn ich schlank bin? Wie höre ich mich an (zum Beispiel meine Stimme, mein Atem), wenn ich schlank bin? Wie fühle ich mich an, wenn ich schlank bin? Was habe ich für einen Geschmack im Mund, wenn ich schlank bin.

Übung zu Eßphantasien: 1. Als Voraussetzung für diese Übung sind drei Ausgangssituationen geeignet:
a. Sie stellen sich im Geiste etwas zu essen vor.
b. Sie halten sich ein Foto von einem appetitanregenden Gericht aus einer Zeitschrift oder dem Kochbuch vor.
c. Sie sitzen oder stehen tatsächlich vor einer Mahlzeit, einem Bufett oder vor der Auslage einer Konditorei.
2. Sehen Sie sich das Bild eine Weile an.
3. Gehen Sie in der Wahrnehmung aus sich selbst heraus, und sehen Sie sich mit den Augen irgendeines Betrachters, also von außen, vor der Speise sitzen. Die Person, die Sie vor dem Essen sitzen oder stehen sehen, nennen wir Person X.
4. Stellen Sie sich jetzt vor, Sie sitzen in einem Kino. Vorne auf der Leinwand sehen Sie das, was Sie eben betrachtet haben, als Film: Sie beobachten, wie Person X vor einem leckeren Gericht sitzt. Jetzt stoppt der Film und wird zum Standbild.
5. Sie bitten in der Phantasie den Filmvorführer, aus dem Bild die Farbe herauszudrehen, so daß es jetzt als Schwarzweißbild zu sehen ist.
6. Jetzt fängt das Bild vorne auf der Kinoleinwand an, immer kleiner zu werden, bis es auf Bildschirmgröße zusammengeschrumpft ist.
7. Sie stehen auf und verlassen den Vorführraum, da Sie auf dem Bild kaum noch Einzelheiten erkennen können.
8. Draußen nehmen Sie sich noch einmal ein Programmblatt des Kinos zur Hand. Sie schlagen auf und stoßen auf das Bild, das eben gezeigt wurde: In Fotoformat sehen Sie noch einmal das Schwarzweißbild, auf dem Person X vor einem Gericht sitzt. Die Speise ist kaum mehr zu erkennen, das Foto läßt Sie gleichgültig. Daher ...
9. ... klappen Sie das Programmheft zu, stecken es ein oder schmeißen es weg.
10. Jetzt sehen Sie sich in Großaufnahme und Farbe noch einmal mit schlanker Figur. Genießen Sie diesen Anblick.

Lebensmittel mit Hormonwirkung

Phytoöstrogene - Lebensmittel mit Hormonwirkung


Immer mehr Frauen bekommen insbesondere in den Wechseljahren Hormonpillen verordnet. Können hormonähnliche Stoffe aus Pflanzen eine Alternative sein?
Pflanzen enthalten Substanzen, die ähnliche Wirkungen zeigen wie die vom Menschen produzierten Östrogene. Neue Studien deuten darauf hin, dass eine Kost, die reich an diesen Phytoöstrogenen ist, vor Krebs, Knochenabbau und Beschwerden in den Wechseljahren schützt. Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in unterschiedlicher Konzentration und biochemischer Struktur in verschiedenen Pflanzen vorkommen. In ihrer Struktur ähneln sie dem 17-Beta-Östradiol, das heißt dem weiblichen Keimdrüsenhormon. Dieses so genannte Follikelhormon regelt unter anderem den Menstruationszyklus und wirkt spezifisch auf die weiblichen Geschlechtsorgane, die Brustdrüsen und auf bestimmte Zentren im Zwischenhirn.

Der ähnliche chemische Aufbau der pflanzlichen Substanzen führt dazu, dass die Phytoöstrogene an die Östrogenrezeptoren im menschlichen Stoffwechsel gebunden werden können. Ihre Wirkung liegt zwar im Vergleich zum 17-Beta-Östradiol nur bei etwa 1/500 bis 1/1000. Die Menge an Phytoöstrogenen in Urin und Plasma kann jedoch je nach Speiseplan die Konzentration der im Stoffwechsel gebildeten Östrogene um das 500fache übersteigen. Menschen, die traditionell japanisch essen, haben eine bis zu 110fach höhere Isoflavonoidkonzentration im Urin als Personen mit einer westlich geprägten Mischkost.
Darmflora beeinflusst Verfügbarkeit
Lignane und Isoflavone (Genistin, Daidzein, Glycitein) sind die Phytoöstrogene, die nach derzeitigem Wissensstand die größte Bedeutung für den menschlichen Stoffwechsel haben. Diese pflanzlichen Substanzen werden von Enzymen der Darmflora abgebaut, wodurch sie von unseren Verdauungsorganen aufgenommen werden können und in Blut, Urin, Stuhl und Galle gelangen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Darmflora aktiv ist. Bei Versuchspersonen, die Antibiotika bekamen, verschlechterte sich der enzymatische Umbau im Darm, und sie schieden signifikant weniger Lignane im Urin aus.
Besonders reich an den Vorläufern der im menschlichen Organismus aktiven Isoflavone sind Sojabohnen und daraus hergestellte Produkte. Lignane finden sich vor allem in Leinsamen. Weitere gute Quellen für Phytoöstrogene sind Hülsenfrüchte, Getreidekleie und Getreide. In etwas geringerer Konzentration sind sie auch in vielen Gemüse- und Obstsorten, Samen, Hopfen, Salbei und einigen alkoholischen Getränken wie Bier, Wein und Bourbon (Whiskey) enthalten. Wie hoch der Phytoöstrogengehalt eines Lebensmittels ist, wird zudem von Sorte, Klima, Erntezeit und Fruchtreife beeinflusst.
Fermentationsprozesse können die Konzentration an Phytoöstrogenen in Lebensmitteln erhöhen und die Bioverfügbarkeit verbessern, z. B. beim Keimprozess von Hülsenfrüchten. Der Anteil an biologisch wirksamen Phytoöstrogenen hängt somit vom Lebensmittel selbst ab, von der Verarbeitung sowie vom Zustand der Darmflora.
Wirksamer Schutz vor Krebs?
Studien an Menschen, Tierversuche und laboranalytische Modellstudien deuten darauf hin, dass Phytoöstrogene bei Beschwerden und Krankheiten positiv wirken, die mit Östrogenen in Zusammenhang stehen. Dazu gehören Herz-Kreislauferkrankungen, Osteoporose, Krebserkrankungen von Brust, Gebärmutter und Prostata sowie Hitzewallungen in den Wechseljahren. Auch epidemiologische Beobachtungen sprechen für günstige Effekte: Asiatische Frauen, deren Kost reichlich Sojaprodukte enthält, erkranken wesentlich seltener an Brustkrebs. 1997 starben von 100.000 Menschen in Japan statistisch gesehen 6,6 an Brustkrebs, in Deutschland waren es dagegen 22,6. Ob dieser Effekt allein auf den Gehalt an Phytoöstrogenen zurückzuführen ist oder ob auch andere Inhaltsstoffe der Sojabohne daran beteiligt sind, ist noch unklar.
Durch ihre leicht östrogenen sowie antiöstrogenen Eigenschaften können Phytoöstrogene auf vielfache Weise in die komplexen Mechanismen der Entstehung von Krebs eingreifen. Experten vermuten, dass der Einfluss der Pflanzenstoffe vor allem bei der Tumorprogression eine Rolle spielt. Dabei unterdrücken die Phytoöstrogene die Wirkung natürlicher Östrogene, die das Wachtum von geschädigtem Erbgut fördern und so zur Entstehung bestimmter Krebsarten beitragen. Aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit binden die Pflanzenstoffe an die Rezeptoren der Östrogene, die damit blockiert sind.
Darüber hinaus kann die Synthese des Sex Hormone Binding Globulins (SHBG) durch Phytoöstrogene stimuliert werden. Das SHBG ist ein in der Leber gebildetes Protein, das im Blut Geschlechtshormone bindet. Dadurch sinkt die Konzentration an freiem Östrogen und Testosteron. Sehr niedrige Blutwerte an SHBG haben z. B. Patientinnen mit Brustkrebs.
Stabilere Knochen durch Phytoöstrogene
Der schwach östrogene Effekt der Phytoöstrogene wirkt sich vermutlich auch auf den Knochenstoffwechsel positiv aus und kann so einer Osteoporose vorbeugen. Nach den bislang vorliegenden Studien erhalten bzw. erhöhen Phytoöstrogene die Knochenmasse und verbessern so auch die Stabilität der Knochen. In einer Studie nahmen gesunde Frauen nach der Menopause drei Monate lang 60-70 Milligramm Isoflavone in Form von Sojaprodukten auf. Die Forscher stellten daraufhin eine gesteigerte Aktivität der knochenbildenden Zellen fest. Weitere Studienergebnisse müssen jedoch noch abgewartet werden, um diesen positiven Einfluss zu erhärten.
Ähnlich wie bei bestimmten Krebsarten und der Osteoporose ist auch die Häufigkeit von Herz-Kreislauferkrankungen in Asien niedriger als in West-Europa und Nordamerika. Neben anderen Faktoren wird diese Beobachtung mit der Ernährung in Zusammenhang gebracht. In mehreren Studien konnte belegt werden, dass Sojaprotein und isolierte Phytoöstrogene den Serumspiegel an LDL-Cholesterin, Gesamt-Cholesterin und Triglyzeriden signifikant senken können. Blutdruck, Viskosität des Blutes und Elastizität der Blutgefäße ließen sich bei Frauen in den Wechseljahren durch zusätzliche Phytoöstrogene allerdings nicht beeinflussen. Ob langfristig tatsächlich weniger Herz-Kreislauferkrankungen auftreten, wenn einzelne Risikofaktoren verändert werden, untersuchen Wissenschaftler gegenwärtig im Rahmen einer Therapie mit Hormon- bzw. Östrogenersatz. Langzeitstudien, die derzeit in den USA durchgeführt werden, bringen in den nächsten Jahren diesbezüglich sicher mehr Klarheit. Derzeit lässt sich nicht eindeutig belegen, dass die Einnahme von Östrogenpräparaten tatsächlich das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen vermindert. Erste Zwischenergebnisse sprechen zudem dafür, dass Brust- sowie Gebärmutterhalskrebs durch Hormonpillen wesentlich häufiger verursacht werden als bisher angenommen.
Wirksame Hilfe bei Hitzewallungen
Bei Frauen in den Wechseljahren führte die zusätzliche Einnahme von 45 Gramm Sojamehl oder 40 Gramm Leinsamen pro Tag dazu, dass die Hitzewallungen abnahmen. Dieser Effekt ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass die Phytoöstrogene den Serumspiegel von FSH (Follikel Stimulierendes Hormon) und LH (Luteinisierendes Hormon) senken. Die Abnahme dieser Hormone im Blut wird auch beobachtet, wenn Frauen in den Wechseljahren Hormonpräparate einnehmen.
Der gleiche Effekt konnte in Studien auch durch die Aufnahme von Weizenmehl (45 Gramm pro Tag) erzielt werden, obwohl Weizen einen wesentlich geringeren Phytoöstrogengehalt hat als Soja oder Leinsamen. Es ist daher möglich, dass der mikrobielle Abbau der Phytoöstrogene im Darm und deren Bioverfügbarkeit für die Wirkung entscheidender ist als der absolute Phytoöstrogengehalt des Lebensmittels. Denkbar ist auch, dass noch andere Stoffe im Weizen vorhanden sind, die eine horDies muss in weiteren Studien untersucht werden.
Wer die vorbeugende Wirkung der Phytoöstrogene nutzen will, sollte die Pflanzenstoffe in Form komplexer Lebensmittel aufnehmen. Dies ist nicht nur wesentlich preisgünstiger als Präparate, sondern schützt auch vor einer Überdosierung. Welche negativen Effekte bei einer langfristigen hochdosierten Einnahme von Phytoöstrogenen zu erwarten sind, ist derzeit noch nicht ausreichend untersucht. Denkbar wären aber ungünstige Auswirkungen auf die Fortpflanzung. So haben Japanerinnen beispielsweise durch den hohen Phytoöstrogengehalt ihrer Kost längere Menstruationszyklen als andere Frauen.
Isolate sind nicht empfehlenswert
Nahrungsergänzungsmittel, beispielsweise in Form von Soja-Präparaten aus der Apotheke, können derzeit nicht empfohlen werden. Einige Studien deuten darauf hin, dass vorbeugende und therapeutische Effekte von Nährstoffen weniger auf isolierte Substanzen, sondern auf die Wirkung des Nährstoffverbundes in Lebensmitteln zurückzuführen sind. Außerdem werden mit Lebensmitteln wie Vollgetreide, Gemüse und Obst auch andere Nährstoffe vermehrt aufgenommen, denen ebenfalls eine gesundheitsförderliche Wirkung zugesprochen wird.
Pflanzliche Kostbevorzugen
Mit einer überwiegend pflanzlichen Kost kann eine ähnlich hohe Phytoöstrogenkonzentration in Urin und Plasma erreicht werden, wie sie bei Japanerinnen zu beobachten ist. Studien belegen zudem, dass Menschen, die reichlich Getreide und Ballaststoffe aus Obst und Gemüse essen, mehr Phytoöstrogene ausscheiden. Die einfache, aber sicher nicht minder wirksame Empfehlung lautet daher: Verzehren Sie mehr Vollgetreide sowie Produkte daraus, regelmäßig Gemüse und Obst, und ergänzen Sie Ihren Speiseplan öfter durch Sojaprodukte, andere Hülsenfrüchte oder Lein-samen.
Diese Empfehlung ist nicht nur hinsichtlich Hitzewallungen und Schweißausbrüchen in den Wechseljahren vielversprechend. Sie wird gleichzeitig von Experten empfohlen, um Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs vorzubeugen.

Schroth-Kur Einführung

Einführung in die Schroth-Kur nach Johannes Schroth

Die Schroth-Kur (nach dem schlesischen Fuhrmann Johannes Schroth) wird in der Regel in Kurkliniken drei bis vier Wochen stationär durchgeführt. Die Kur wird in 3 Trockentage und 4 Trinktage pro Woche unterteilt. Während der Trockentage wird keine Flüssigkeit ausser 1/8 l. Wein zu sich genommen. Reis-, Gries- und Haferspeisen, Gemüse Schnittlauch und Petersilie, ungesalzene trockene Brötchen, Pflaumen und Kräuter sollen die Darmtätigkeit regulieren. Während der Trinktage, die sich in zwei kleine und zwei große Trinktage unterteilen wird Tee, Suppe und ein halber Liter (kleine Trinktage) bzw. ein Liter (große Trinktage) Wein getrunken. Wasser und Fruchtsäfte sind grundsätzlich verboten.
Während der Nacht gibt es feuchtwarme Wickel. Sauna und Schwimmen ist grundsätzlich verboten.

Bewertung: Als Dauerkost nicht geeignet. Die Flüssigkeitsaufnahme ist zu niedrig und der Alkoholkonsum ist zu hoch. Durch den Verlust an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

Hay'sche Trennkost - Einführung

Eine Einführung in die Trennkost nach Dr. Howard Hay

Begründer der Hay'schen Trennkost ist der amerikanische Arzt Dr. Howard Hay. In Deutschland wurde die Trennkost durch den Arzt Dr. Walb bekannt. Hay entwickelte die Theorie der cehmischen Verdauungssäfte, derzufolge Kohlenhydrate und Eiweiß nicht gleichzeitig vom menschlichen Organismus aufgenommen und verarbeitet werden können.
Aus diesem Grund wird die Nahrung in basenüberschüssige (Obst, Gemüse, Milch, Buttermilch, Joghurt, Sahne) und säureüberschüssige (Käse, Quark, Fisch, Fleisch, Eier, Getreideprodukte), diegetrennt aufgenommen werden sollen. Neutrale Nahrungsmittel (Nüsse, viele Gemüse, Gewürze) können jeweils mit den anderen beiden Gruppen gemischt werden. Zwischen der Aufnahme von basenüberschüssigen und

säureüberschüssigen Lebensmitteln sollten mindestens 4 Stunden liegen. Die Kost soll zu 80% aus Basenbildnern und 20% aus Säurebildnern bestehen.
Die 8 Richtlinien für die Anwendung der Trennkost
  1. Innerhalb einer Mahlzeit Eiweißnahrung von Kohlenhydratnahrung trennen.
  2. Nur natürliche und naturbelassene Lebensmittel verwenden und nur soviel davon, wie zur Erhaltung des Lebens nötig ist.
  3. Konzentriertes Eiweiß und konzentrierte Stärke verringern, um eine Übersäuerung des Körpers zu verhindern.
  4. Für einen optimalen Säure-Basen-Haushalt etwa 2/3 überwiegend rohe Basenbildner wie Gemüse, Kartoffeln, Salate und Obst und nur etwa 1/3 Säurebildner wie Eiweiß und Fleisch, Wurst, Fisch, Eiern, Käse, Süßwaren, Weißmehlprodukten, Alkohol und Kaffee; verwenden.
  5. Essen Sie morgens Basen-, mittags Eiweiß- und abends Kohlenhydratmahlzeiten (keine Eiweißmahlzeiten mehr nach 15.00 Uhr).
  6. Alle 'neutralen' Lebensmittel können sowohl mit eiweißhaltigen als auch mit kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln kombiniert werden.
  7. Langsam und in Ruhe essen, gründlich kauen.
  8. Zwischen den einzelnen Mahlzeiten Pausen von 4 Stunden einhalten.

Ernährungsphysiologische Bewertung der Hay'schen Trennkost

Die Hay'sche Trennkost ist als Dauerkost nicht geeignet. Die Trennung von eiweißhaltigen- und kohlehydrathaltigen Lebensmitteln ist unlogisch. Auch der Anspruch, fast alle Krankheiten (darunter auch Krebs) mit Trennkost heilen zu können ist falsch und gefährlich. Durch strikte Einhaltung der Trennkost kann es zur Übersäuerung des Organismus kommen. Auch ist die von Hay empfohlene geringe Aufnahme von Getreide nicht empfehlenswert.
Zu begrüßen ist allerdings die Vermeidung von Zucker sowie der Verzehr von frischem Obst und Gemüse.

Anthroposophische Ernährung

Eine kurze Übersicht über die anthroposophische Ernährungsform nach Rudolf Steiner

Die anthroposophische Ernährung geht auf den Österreicher Rudolf Steiner (1861-1925) zurück.
Die Anthroposophie ist eine ganzheitliche Lehre, die über die Grenzen der Sinneswelt hinausgeht. In der Anthroposophie wird die Ernährung als ein ein Hilfsmittel angesehen, um angestrebte Gesundheits- und Entwicklungszustände zu erreichen. Der geistige Inhalt der Nahurung wird berücksichtigt. Grundlage der Ernährung ist eine hohe Lebensmittelqualität. Sie wird durch biologisch-dynamischen Landbau erreicht.
Die Nahrungsmittel werden in verschiedene Stoffzustände:
  • Lebensäther (im Wurzelbereich)





  • chemischer Äther (Stoffumwandlung in Blatt und Stengel)

  • Lichäther (Farbe, Assimilation)

  • Wärmeäther (Reifung von Samen und Früchten

  • Kann ein Stoff mehrere Bindekräfte vereinen, gilt er als besonders wertvoll.
    Kohlenhydrate werden als Gehirnnahrung angesehen. Die Hauptquelle von Kohlenhydrate sollten die sieben Getreidesorten Reis, Gerste, Hirse, Roggen, Hafer, Mais und Weizen sowie Obst und Gemüse bilden. Fett ist Nervennahrung. Vor allem sollten Samenöle und Fette mit hohem Anteil an essentiellen ungesättigten Fettsäuren gegessen werden. Als Streichfett wird Butter empfohlen. Zusätzlich zu den Hauptnährstoffen hat für die Anthroposophen die Zufuhr von Kieselsäure in Form von Silikaten eine große Bedeutung. Der Kiesel ist in allem Leben wirksam und wird als Formbildner angesehen.
    Generelle Verbote gibt es bei der anthroposophischen Ernährung nicht, jedoch sollte man auf Fleisch verzichten, da es den geistig strebenden Menschen in der Entwicklung aufhält. Kartoffeln fördern den Instinktverlust. Eiweiß schränkt die schöpferische Kraft ein. Zucker dagegen gilt als Träger des menschlichen Ichs, wobei allerdings nicht Industriezucker, sondern Kohlehydrate in Obst, Getreide und Gemüse gemeint sind.

    Ernährungsphysiologische Beurteilung der anthroposophischen Ernährung

    Da es sich bei der anthroposophischen Ernährung vorwiegend um eine ovo-lacto-vegetabile Kost handelt ist sie als Dauerkost zu empfehlen. Mögliche Mangelerscheinungen könnten bei der Versorgung von Vitamin B und C sowie von Eiweiß und Eisen auftreten.
    Der Verzehr von Vollkornprodukten, Obst und Gemüse wirkt sich positiv auf die Kohlehydrat- und Balaaststoffzufuhr, sowie die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr aus.

    Schnitzer-Kost Einführung

    Die Schnitzer-Einführung in die Schnitzer-Kost nach Dr. Johann Georg Schnitzer
    Kost stammt von dem deutschen Zahnarzt Dr. Johann Georg Schnitzer. Die von Schnitzer beobachtete mangelnde Zahngesundheit der Bevölkerung war der Grund für die von ihm entwickelte Kost. Die Theorie von Schnitzer stützt sich dabei zum Teil aber auf die Überlegungen von Prof. Kollath, die auch in der Vollwerternährung eine große Rolle spielen.
    Laut Schnitzer sind viele Krankheiten eine Folge der Abkehr von der "Urnahrung". Der Verzehr von be- und verarbeiteten Lebensmitteln mache krank, da sie nur noch geringe Teile ihrer urprünglichen Nährwerte enthalten. Teilweise bezeichnet Schnitzer die Lebensmittel gar als 'artfremd', da der Mensch bspw. auf die Verdauung tierischer Nahrung laut Schnitzer genetisch nicht vorprogrammiert ist. Der Mensch könne sich diesen Lebensmitteln

    zwar anpassen aber nur um den Preis einer deutlich verringerten Lebenserwartung. Schnitzer stellt daneben nachweislich falsche Thesen auf. So ist laut Schnitzer bspw. Milchsäure die Ursache für Osteoporose oder Eiweiß, das Wasser aufsaugt sei die Ursache von Übergewicht. Auch behauptet Schnitzer, dass eine zivilisierte Urnahrung Lepra stoppen kann.
    Schnitzer unterscheidet zwei Kostformen:
    Schnitzer Intensivkost: Erlaubt ist nur reine Rohkost. Gemieden wird alles Eritzte, auch Brot, Reis und Kartoffeln. Selbstverständlich sind auch alle tierischen Lebensmittel verboten.
    Schnitzer Normalkost: Die Normalkost besteht aus einer ovo-lacto-vegetabilen Kost. Erlaubt sind Kartoffeln, Vollreis, Brot, Milch, Milchprodukte sowie Eier. Samen und Getreide (die Hauptbestandteile der Normalkost) sollen unmittelbar vor dem Verzehr frisch gemahlen werden. Wurzelknollen sollen mit ihrem Vitamin- und Mineralstoffgehalt die Samen und Getreide ergänzen. Obst spielt bei der Schnitzer Normalkost nur eine geringe Rolle. Schnitzer sieht den eigentlichen Zweck des Obstes in der Gefahr, wegen seines guten Geschmacks gegessen zu werden. Dadurch besteht laut Schnitzer aber die Gefahr, dass andere wichtige Nahrungsmittel der Kost verdrängt werden.

    Ernährungsphysiologische Bewertung der Schnitzer-Kost

    Die Schnitzer Intensivkost ist als Dauerkost nicht geeignet, da sie als Ernährungsform durch die Beschränkung auf reine Rohkost zu einseitig ist. Die Gefahr der Mangelerscheinungen an Vitamin B12, Eiweiß, Calcium, Eisen und Jod ist groß.
    Die Schnitzer Normalkost dagegen ist ist als Dauerkost geeignet, wenn man die Lebensmittel bewusst auswählt. Der Verzehr von Vollkornprodukten, rohem Obst und Gemüse wirkt sich positiv auf die Kohlehydrat- und Ballaststoffzufuhr sowie auf die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr aus. Das Vermeiden von 'leeren Kalorien' wie bspw. Zucker sowie der Verzicht auf Fleisch bzw. die Einschränkung des Fleischverzehrs birgt weitere Vorteile.

    Fasten - Einführung

    Fasten ist schon seit dem alten Testament bekannt, wo es als Akt der Buße und Demut galt. In der Antike und im Mittelalter wurde Fasten als Therapieform eingesetzt. Beinahe jede große Weltreligion kennt Fasten. Dort gilt es im Allgemeinen als Akt der geistigen und seelischen Reinigung um Gott bzw. den Göttern näher zu sein. Fastende berichten unter anderem von Bewußtseinserweiterungen, Nah-Gott-Erlebnissen und Erleuchtungen.
    In der westlichen Gesellschaft steht beim Fasten in der Regel der medizinisch-therapeutische Aspekt im Vordergrund, die sogenannte "Entschlackung", also dem Ausscheiden von Rest- und Giftstoffen aus dem menschlichen Körper (siehe "Ernährungsphysiologische
    Bewertung des Fastens").
    Es gibt verschiedene Formen des Fastens:
    • Totales Fasten: Totales Fasten sollte nur unter ärztlichen Aufsicht geschehen. Es wird nur Mineralwasser, ungesüßter Tee oder Kaffee sowie andere energiefreie Getränke zu sich genommen. Ergänzt wird mit Mineralstoff- und Vitaminzugaben. Ziel des totalen Fastens ist die schnelle Gewichtsreduktion.
    • Modifiziertes Fasten: Modifiziertes Fasten ist dem totalen Fasten ähnlich. Zusätzlich werden jedoch Kohlenhydrate, Fett und Eiweißgemische zugegeben. Diese Zugaben erfolgen durch spezielle 'Pülverchen', da sonst die erforderliche Menge (ca. 30g Eiweiß, ca. 30g Kohlenhydrate , ca. 10g Fett) durch normale Lebensmittel nur schwer erreicht werden kann. Modifiziertes Fasten dient ebenfalls der schnellen Gewichtsabnahme und kann stationär und unter ärztlicher Aufsicht relativ lange durchgeführt werden.
    • Saftfasten: Beim Saftfasten werden während der ersten drei Tage kleine Mengen an Obst, Reis und Rohkost zu sich genommen.. Danach nur noch Vitamine, Mineralstoffe und geringe Mengen an Kohlehydraten in Form von Gemüse- und Obstsäften, Gemüsebrühe und Tee. Die Energieaufnahme beträgt ca. 250 kcal/Tag. Im Anschluss an das Saftfasten eine Aufbaukost.
    • Heilfasten: Heilfasten dient weniger der Gewichtsreduktion als vielmehr der Heilung bzw. Vorbeugung bestimmter Krankheiten wie bspw. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hypertonie, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Diabetes mellitus, psychosomatische Erschöpfungszutände und Hautkrankheiten. Heilfasten ist dem Saftfasten ähnlich, sollte aber in der Regel in einer Fastenklinik durchgeführt werden.

    Ernährungsphysiologische Bewertung des Fastens

    Fasten ist als Dauerkost nicht geeignet. Es kann zu Verlust an Körpereiweiß kommen, was wiederum zu schlechter Wundheilung, Leistungsabfall und Infektanfälligkeit führen kann.
    Der Begriff der "Entschlackung" ist wissenschaftlich nicht begründbar. Im Körper gibt es keine Ansammlungen von "Schlacken". Nicht verwertbare Stoffwechselprodukte werden bei ausreichender Flüssigkeitsaufnahme durch die Nieren ausgeschieden.
    Beim Fasten kann das Herz-Kreislaufsystem angegriffen werden. Es kann auch zu Nierenkoliken kommen.
    Ein Pluspunkt des Fastens ist die wirksame und relativ schnelle Gewichtsreduktion.

    Fasten stärkt die Abwehr
    UGB-Archiv
    Dieser Beitrag ist dem UGB-Archiv entnommen.
    Wir weisen darauf hin,
    dass die Inhalte durch
    neue wissenschaftliche
    Erkenntnisse möglicher-
    weise neu bewertet werden müssen.
    Dr. med. Françoise Wilhelmi de Toledo

    Wer gesund sein will, braucht ein ausgeglichenes Immunsystem. Mit Heilfasten lassen sich sowohl eine geschwächte Abwehr aufpäppeln als auch allergische Reaktionen normalisieren. Viele Fastenärzte berichten von den Erfolgen des vorübergehenden Nahrungsverzichts.
    Schon seit Beginn dieses Jahrhunderts wird das Heilfasten bei den verschiedensten Erkrankungen eingesetzt.Bekannte Fastenärzte wie Otto Buchinger sen. beobachteten Erfolge bei zahlreichen Krankheiten wie chronischen Entzündungen, Allergien oder Autoimmunerkrankungen. Durch richtig angewandtes und dosiertes Fasten kann das gesamte Immunsystem gestärkt werden. Heinz Fahrner, ein Schüler Buchingers, bezeichnet das Fasten als den "stärksten Appell an die natürlichen Selbstheilungskräfte des Menschen." Um die Abwehr zu stärken, kommt es nicht unbedingt darauf an, die Immunantwort zu steigern. Allergien und Autoimmunerkrankungen entstehen vielmehr dadurch, daß die Abwehrfunktionen überreagieren. Ziel der Fastentherapie ist es daher, das Immunsystem zu normalisieren.
    Forscher stehen noch in den Startlöchern
    Trotz der seit langem bekannten Wirkungen des Heilfastens gibt es hierzu nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen. Eine davon ist die des Fastenarztes Christian Kuhn, der den Immunstatus von 18 Patienten testete: Nach 21tägigem Heilfasten wurden die immunrelevanten Blutparameter gemessen, wie Anzahl der verschiedenen Lymphozyten, die Konzentration der Immunglobuline (Antikörper) sowie wichtiger Enzyme des Komplementsystems, die an der Abwehrreaktion beteiligt sind. 87 Prozent der untersuchten Blutparameter blieben normal und 6 Prozent normalisierten sich. Die Ergebnisse zeigen, daß der Nahrungsverzicht die Immunfunktionen nicht beeinträchtigt.
    Darm und Immunsystem werden entlastet
    Das Heilfasten beeinflußt auf unterschiedliche Weise die Immunsituation. Am bedeutendsten scheint das Stillegen des Magen-Darm-Trakts zu sein. Der Darm besitzt mit rund 200 Quadratmetern Oberfläche die größte Kontaktfläche unseres Körpers zur Außenwelt und hat die meiste Arbeit damit, unerwünschte Bakterien, Pilze, Viren oder Fremdeiweiße aus der Nahrung abzuwehren. Daher befinden sich im Verdauungstrakt über 80 Prozent unseres Immunsystems. Während des Fastens wird der Darm - und damit ein großer Teil der Abwehrkräfte - von seiner Aufgabe entlastet. Gleichzeitig beruhigt sich das Immunsystem durch die verminderte Zufuhr von Allergenen und Nährstoffen, die an Entzündungsreaktionen beteiligt sind (z. B. Arachidonsäure). Zudem bilden sich im Verdauungstrakt kaum noch Gärungsprodukte, biogene Amine und bakterielle Toxine.
    Während des Fastens greift der Körper auf seine Energiereserven zurück. Neben Fett werden auch geringe Mengen Körperprotein abgebaut. Dadurch wird vermutlich die Bildung einiger Antikörper gebremst. Weil aber gleichzeitig die Belastung durch Nahrungsbestandteile entfällt, verbessert sich die Abwehrlage unter dem Strich - vorausgesetzt, es wird methodisch richtig gefastet. Bei chronischen Entzündungen sowie autoimmunen und allergischen Erkrankungen, bei denen die Abwehrreaktionen zu heftig ablaufen, kann die verminderte Synthese von Immunfaktoren sogar von Vorteil sein.Positiv wirkt sich auch der Gewichtsverlust bei Übergewichtigen während des Fastens aus. Studien zeigen, daß normalgewichtige Menschen seltener an Infektionen und Krebs erkranken als Übergewichtige.

    FASTENBEGLEITENDE MASSNAHMEN
    Obst- und Gemüsesäfte
    stellen dem Immunsystem Vitamine und Mineralstoffe zur Verfügung und bremsen den Eiweißabbau.
    Zugabe von essentiellen Fettsäuren
    stärken die Barrierefunktion der (Darm-)Schleimhäute.
    Psychisch-seelisches Wohlbefinden
    unterstützt die Immunmodulation. Allein oder mit therapeutischer Hilfe lassen sich innere Spannungen lösen.
    Anregung der Ausscheidungsvorgänge
    von Darm, Leber, Nieren, Lunge und Haut durch reichliches Trinken, Einläufe, körperliche Bewegung und verschiedene Anwendungen.
    Eiweißgabe (z. B. Buttermilch)
    erleichtert den Fastenverlauf und trägt dazu bei, daß sich die Körperproteine erneuern können (nicht bei Allergien und Autoimmunerkrankungen).
    Auch seelisch-geistige Erfahrungen während des Fastens können das Immunsystem unterstützen. Psychoneuroimmunologen fanden heraus, daß sich die Konzentrationen bestimmter Hormone während des Heilfastens verändern. Unter anderem lassen sich veränderte Hormonspiegel von Insulin und Cortison sowie einiger Schilddrüsen- und Sexualhormone beobachten. Bei Autoimmunkrankheiten wie der rheumatoiden Arthritis kann möglicherweise die durch das Fasten erhöhte Cortisonproduktion dazu beitragen, die Symptome zu lindern. Welche Zusammenhänge zwischen Immun- und Hormonsystem bestehen, erforschen Wissenschaftler erst seit relativ kurzer Zeit .
    Überreaktionen normalisieren sich
    Wann man das Fasten zu therapeutischen Zwecken einsetzt, ist von der Abwehrlage des Patienten abhängig. Menschen mit leicht geschwächtem Immunsystem können durch den Nahrungsverzicht ihre Abwehrfunktionen stärken und stabilisieren. Wichtig ist es, auch der Aufbauphase nach dem Fasten die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, damit der Patient zu einer dauerhaft immunstärkenden Ernährungsweise gelangt.
    Hilfreich wirkt das Fasten auch bei einer "verwirrten" Abwehrlage, unter der z. B. Patienten mit Multiple Sklerose, einer Autoimmunerkrankung, leiden. Hier richtet sich die Immunreaktion gegen körpereigene Strukturen. Gerade in diesen Fällen kann der bremsende Effekt des Proteinabbaus während des Fastens dazu beitragen, das Immunsystem wieder zu normalisieren. Den gleichen Effekt können sich Allergiker oder Patienten mit Rheuma zu Nutze machen. Ihr Abwehrsystem befindet sich in einem "überschwenglichen" Zustand und wird durch die leicht verminderte Bildung von Immunfaktoren zurückgefahren. Besondere Aufmerksamkeit sollten Allergiker dem Nahrungsaufbau nach dem Fasten widmen. Wenn sie im Sinne einer Suchdiät ihren Speiseplan nach und nach um einzelne Lebensmittel ergänzen, können sie allergieauslösende Nahrungsmittel ausfindig machen.
    Ob und wie lange gefastet werden kann, sollte immer der Fastenarzt entscheiden. Vom Nahrungsverzicht abzuraten ist z. B. bei einer "verlorenen" Immunität, wenn die Abwehrkräfte massiv geschwächt sind. Das ist etwa bei AIDS, vorangeschrittener Tuberkulose und Krebs der Fall. Um das allgemeine Wohlbefinden und die Widerstandskräfte des Körpers zu stärken, fasten auch viele gesunde Menschen. Erfahrene Fastenleiter, Ruhe und Abstand vom Alltag sind die besten Voraussetzungen, damit das Fasten Seele und Immunsystem gut tut.